Dienstag, 21. April 2009

kulinarische Hoehepunkte fuer Steffi

Jetzt da unsere Reise langsam aber sicher dem Ende zugeht, ist es Zeit fuer einen kurzen Ueberblick. In den letzten Tagen ertappe ich mich immer oefters bei Gedanken an Pasta, Salat und saftige Steaks...

Thailand
Das Essen in Thailand war fabelhaft. Vor allem die Essenstaende, wo das gewuenschte Gericht in 3min fertig zubereitet wird und man dem Garkoch ueber die Schulter schauen kann, haben es uns angetan. Die Gerichte reichen von scharf bis hoellisch scharf (auch wenn man ein "bitte nicht scharf" ergaenzt). Sehr fein sind die bekannten Curries in gruen und rot, wie auch das Penang und das Massamamcurry. Som tam, ein frischer Papayasalat mit Fischsauce und Erdnuessen hat es vor allem mir angetan. Und natuerlich die Tom yam Suppe, die habe ich wahrscheinlich jeden zweiten Tag gegessen. Je nachdem wie scharf die Suppe zubereitet wurde, mehr oder weniger davon. Sehr gut waren auch die Fruehlingsrollen, die ueberall erhaeltlich sind. Toll sind die Fruchstaende, welche binnen Sekunden leckere Fruchtshakes zubereiten, Pablo hat sich die ganze Zeit von frischen Kokosnussshakes ernaehrt. Die werde ich definitiv vermissen. Das beste Pad thai hatten wir in Lopburi, an einem Strassenstand einer etwa 80 Jahre alten Frau. Sticky rice mit Mango war definitiv auch eines meiner Leibgerichte. Die frittierten Maden und Wuermer haben wir ausgelassen, vielleicht dann naechstes oder uebernaechstes Mal... In Ching mai haben wir auch einen Tag lang einen Kochkurs besucht, so koennen wir euch dann einen kleinen Einblick in die Kueche geben.

Laos
Das Essen in Laos war aehnlich wie in Thailand, einfach nicht scharf, dafuer sehr aromatisch. hier konnten wir auch ein paar tolle Geschmackserlebnisse wahrnehmen, wie beispielsweise geroestetes Seegras mit Sesam oder Wasserbueffelfleisch... In Luang prabang hatten wir einen Suppe mit eingelegten Zitronen, das schmeckte super. Toll waren auch die "pancakes", welche ueberall zubereitet wurden. Keine Ahnung aus was diese bestehen, sie erinnerten an Fasnachtchuechli und schmeckten einfach toll. Das Beer Lao ist auch eine Erwaehnung wert, die Laoten sind sehr stolz auf ihre Bierbrauerei.

Vietnam
In Vietnam hatten wir unsere erste richtige Magenvertimmung oder Vergiftung, welche unsere Urteilungskraft wahrscheinlich ein bisschen getruebt hat. Mit der pho (Reissuppe) konnten wir uns nicht anfreunden, wir haben einfach keine einzige gegessen, welche uns geschmeckt hat. Im Norden hatten wir ein tolles Essen bei unserem Homestay, wo wir zubereiten helfen konnten. Sehr gut geschmeckt hat mit angebratener Tofu mit Tomaten oder Rindfleisch mit Zitronengras. Die frischen Meeresfruechte, welche wir in der Halong Bay gegessen haben waren super, aber eben, wir haben die naechsten zwei Tage nur noch auf der Schuessel gesessen und uns das Essen wieder und wieder durch den Kopf gehen lassen... Wir haben weder Hundewelpen noch Ratten probiert, wir haben ueberhaupt um jedes Fleisch einen weiten Bogen gemacht.
So haben wir uns dann die naechsten Wochen von Hamburgern (das zaehlt nicht als Fleisch), Pizza und Pasta ernaehrt.

Kambodscha
In Kambodscha haben wir wirklich gut und preiswert an den Strassenstaenden gegessen. Ansonsten haben wir hier auch sehr gut mexikanisch (jawohl das gibts hier auch) gegessen. Schoen war der erste Einblick in die Kueche nahe an der Grenze, wo sich in einem Becken Fische, Schlangen und sonst irgendwelche Viecher tummelten - mjam. Kambodschaner essen alles, egal was. Man kann hier sogar Taranteln essen, wenn man es seinem Magen zumuten moechte. Hauptsache es schmeckt gut.

Malaysia
In Quala Lumpur haben wir ein hervorragendes indisches Restaurant entdeckt, welches vor allem nordindische Gerichte auf der Karte hatte. Das war einfach herrlich und wir wurden in den paar Tagen dort Stammgaeste.

So das war der kleine Einblick in unsere Essgewohnheiten hier. Im Moment renne ich gerade wieder alle paar Minuten aufs WC, weil ich wider besseres Wissen vorgestern einen Salat bestellt habe. Tja. Man gewoehnt sich an alles.

4000 islands




Die letzten verbleibenden Tage verbrachten wir auf 4000 islands. Der Mekong wird an dieser Stelle etwa 14km breit und es befinden sich darauf unzaehlige (geschaetzte 4000) Inseln. Wir bezogen eine kleine Huette mit Haengematte auf Don Khon, auf welcher das Leben sehr gemaechlich und laotisch zugeht. Da wartet man gerne zuerst eine halbe Stunde auf die Speisekarte, dann auf die Bestellung usw. - und schon ist ein halber Tag vorbei... Wir konnten uns nochmals so richtig erholen. Wir mieteten Velos und erkundeten die Insel. Wir kamen an kleinen Reisfeldern, Wasserfaellen und schoenen Buchten vorbei. Wir fuhren mit einem Langboot zu den seltenen Flussdelfinen, die alle 2 min kurz an der Oeberflaeche auftauchten, um Luft zu holen. Mit der Tierwelt machten wir auch in unserer Huette Bekanntschaft, so mussten wir unser Bett mit unzaehligen Kriechtieren aller Art teilen. Da die Insel ohne Strom auskommt, standen wir morgens mit den ersten Sonnenstrahlen auf und legten uns schlafen, sobald diese hinter dem Mekong verschwand.

Elefantenritt durch Mondlandschaft




Wir genossen einen wunderschoenen Ausritt auf dem Ruecken eines riesigen Elefanten...


Bolaven-Plateau




Zurueck in Laos versuchten wir in dieser Woche noch so viel wie moeglich zu erleben.
Wir starteten mit einem Ausflug auf das Bolaven-Plateau, einer Hochebene, wo Kaffee- und Teeplantagen auf uns warteten... Da wir diese jedoch bei stroemendem Regen und Nebel (ich fuehlte mich ganz zu Hause) besuchten, konnten wir die Aussicht nicht richtig geniessen. Ist auch schwierig, wenn man von einem Unterschlupf zum naechsten rennt...
Die Sonne liess sich jedoch gegen Mittag blicken und es wurde ein richtig schoener Tag. Wir fuhren zu dem hoechsten Wasserfall der ganzen Gegend und kletterten einen matschigen Weg hinunter, um dem tosendem Brausen naeher zu kommen. Dies war sehr eindruecklich.
Da in Laos auch Songkran gefeiert wurde, hatten die Laoten Ferien und alle stroemten zu den verschiedenen Sehenswuerdigkeiten der Region. Hunderte Laoten nahmen vor einem Wasserfall ein Bad und campierten am Ufer. Ich wurde spontan zu einem Beer Lao mit feinem gewuerztem Fleisch eingeladen und versuchte mich mit Haenden und Fuessen zu verstaendigen. :)

Montag, 13. April 2009

Happy NewYear


Am Fernsehen sieht man brennende Autos und Verletzte. Wir denken, der Grossteil der Thais in Bangkok feiern das Neujahr friedlich. Wir haben uns ihnen angeschlossen...

video

Sonntag, 12. April 2009

Wasserschlacht 1

Eigentlich ist ja erst morgen Neujahr und Zeit fuer Wasserschlachten... Heute gabs mal einen Vorgeschmack mit Wasser und Schlamm!
Wow, 10 000 Thais auf den Strassen und alle bespritzen sich bis zum umfallen mit eis-gekuehltem Wasser... andere schmieren einem irgend eine komische Paste ins Gesicht oder sonst wo hin. Hier noch ein Schnappschuss nach dem ersten Arbeitstag!

Bangkok und Strassensperren

Seit letzten Freitag befinden wir uns nun wieder in Bangkok. Eigentlich hatten wir gleich vor nach Laos weiter zu reisen, da jedoch am Montag das buddhistische Neujahrsfest (Songkran)beginnt, sind alle Verkehrswege (Bus, Bahn und Flugzeug) ausgebucht und die Strassen verstopft. So konnten wir erst am Dienstag einen Flug nach Ubon Ratchathani ergattern, von wo es dann weiter nach Pakse geht.
Heute haben wir eine schoene Kanalrundfahrt in einem Longboat genossen. Wir sind an unzaehligen kleinen Huetten auf Stelzen vorbeigefahren. Viele Menschen waren vor ihren Haeusern und "begruessten" uns mit Wasserpistolen - wahrscheinlich ueben sie schon mal fuer morgen... Es ist dann naemlich Brauch, dass man geweihtes Wasser anderen Leuten ueber die Schulter spritzt - was dann in stundenlangen Wasserschlachten, mit Allem was dazugehoert, ausartet. Wir sind jedenfalls ganz gespannt auf morgen und haben uns auch mit einer Spritzmaschine eingedeckt.

Von den Unruhen, welche im Moment Bangkok in Atem halten, haben wir bisher nicht allzu viel mitbekommen. Vorgestern waren die Strassen zum Busbahnhof gesperrt und heute haben sie in der Naehe unserer Strasse eine Panzerblockade eingerichtet. Niemand weiss jedoch wieso und 5m weiter geniessen alle gemuetlich das Leben und lassen sich nicht davon stoeren. Hier in der Naehe sind auch keine Demonstranten zu sehen, die befinden sich vor allem im Regierungsviertel. Wir versuchen uns regelmaessig ueber die Lage im Internet zu informieren, gerne koennt ihr uns auch eine SMS schreiben, wenn ihr mehr wisst. Macht euch auf jeden Fall keine Sorgen, wir passen gut auf uns auf!